Die Amazonenkönigin Penthesilea und ihr Feind, der griechische Krieger Achill, verfallen in Liebe zueinander. Doch diesen Tabubruch müssen beide mit dem Leben bezahlen. Heinrich von Kleist formte 1808 aus diesem Stoff eines der sprachgewaltigsten deutschen Dramen. Othmar Schoeck vertonte es 1927 in einer ebenso wuchtigen wie spätromantisch erblühenden Musiksprache. In Linz wird diese Oper ebenso bildstark wie überraschend kein Geringerer als Peter Konwitschny inszenieren, der im Sommer 2018 von der Zeitschrift Opernwelt zum „Regisseur des Jahres“ gewählt wurde.
Um die Welt mit Walter Kaufmann
Geschichten über Walter Kaufmann schreiben sich eigentlich von allein. Das ist zumindest das Gefühl, das entsteht, wenn man sich auch nur oberflächlich mit seiner Biografie auseinandergesetzt hat (und dabei Informationen über einen australischen Schriftsteller, der in der DDR lebte und einen deutsch-amerikanischen Philosophen als Namensvetter des Komponisten ausgesiebt hat). Denn der Komponist, Violinist, Pianist, Arrangeur, Musikethnologe und Hochschullehrer Walter Kaufmann führte ein langes Leben, das bestimmt war durch die Verwerfungen und politischen Extreme des 20. Jahrhunderts.









