Hochstapeleien – Von Lügnern in Uniform und weißem Kittel

Zur Premiere des Musicals Catch Me If You Can.

  • 25. November 2022
  • |
  • Text: Arne Beeker

Bäte man den 10- oder 12-jährigen Nachwuchs, das Wort „Hochstapler“ zu definieren, so erntete man höchstwahrscheinlich folgende rasant erwiderte Antwort: „Hochstapler:innen (Papa, du bist so was von gestern, gewöhn dich endlich mal ans Gendern) sind Leute (Kunstpause), die zum Beispiel außergewöhnlich hohe Jenga-Türme bauen können, die also (triumphierend:) hoch stapeln.“ Gut, wir bereits von Arthritis und Altersflecken geplagten über ... äh ... 30-Jährigen wissen es natürlich besser – aus etymologischer Sicht leitet sich das stapeln im Hochstapeln auch gar nicht von dem Wort heutiger Bedeutung her.

EIN HOCHSTAPELHOCH IN DEN 1960ER JAHREN

Aber ein Wunder ist es nicht, wenn die jüngste Generation beim Hochstapeln ratlos ist. Schaut man sich bei dwds.de (übrigens eine Fundgrube für Sprach-Nerds) die Wortverlaufskurve (ein Maß für die Verwendungshäufigkeit) für „Hochstapler“ an, so erkennt man einen hohen Peak Anfang der 1960er Jahre, gefolgt von einem steilen Abfall bis Mitte der 1970er Jahre. Seit-dem geht es langsam wieder bergan. Meine persönliche Vermutung: Der Anstieg liegt an den vielen Politiker:innen (Ja, ja, Kinder), denen in den letzten Jahren gefälschte bzw. ab-geschriebene Examens- und Doktorarbeiten nachgewiesen worden sind.

FRANK ABAGNALE JUNIOR:
„FANG MICH, WENN DU KANNST!“

Wie auch immer: Für den Peak in den 1960er Jahren ist einer zumindest mitverantwortlich: Frank Abagnale junior, Held des neuen Musiktheater-Musicals Catch Me If You Can. Der noch nicht volljährige junge Mann flog als falscher Pan-Am-Pilot um die halbe Welt, fälschte Hunderte von Schecks, arbeitete als Arzt und Anwalt, ohne je einen Hörsaal von innen gesehen zu haben und führte jahrelang das FBI an der Nase herum, um nach Absitzen eines Teils seiner Strafe für eben dieses FBI als Experte für Sicherheitstechnik zu arbeiten. Ein Verbrecher, na sicher, und aus heutiger Sicht ein hoffnungsloser Macho, aber irgendwie auch sympathisch, wenn man seiner Autobiografie trauen darf. Apropos: Ein bisschen schade, dass 2020 nachgewiesen wurde, dass ein Großteil von Franks Geschichten auf Übertreibungen beruht. Aber auch das passt ja irgendwie zu seiner Story. Und ob die Vorlage für unser Musical nun wahr, überzogen oder komplett gelogen ist, ist für die Qualität des Theatererlebnisses ja ziemlich unerheblich.

GERT POSTEL: „HOCHSTAPLER UNTER HOCHSTAPLERN“

Mindestens so interessant wie Frank Abagnales Leben erscheint das eines deutschen Hoch-staplers namens Gert Postel. Insbesondere, da seine unglaubliche Geschichte zwar auch in weiten Teilen von ihm selbst erzählt wurde, jedoch wohl tatsächlich der Wahrheit entspricht. Ein Hauptschulabsolvent und ausgebildeter Postbote bewirbt sich auf die Position des Leitenden Oberarztes in einer psychiatrischen Fachklinik in Ostdeutschland, setzt sich gegen 39 Mitbewerber durch und arbeitet – unangefochten und hochgeachtet – von November 1995 bis Juli 1997 in dieser Funktion, bis er nur durch einen dummen Zufall enttarnt wird. Um zu verstehen, wie er das geschafft hat, braucht es vielleicht noch ein paar Details.

Anhand der Stellenanzeige weiß Postel, dass die Auswahlkommission vorwiegend aus der evangelischen Landeskirche, die die Klinik betreibt, stammt und wenig mit Psychiatrie am Hut hat. Man sucht einen Bewerber, der – nun ja – evangelisch und nicht zu teuer ist. Postel wählt die Garderobe dementsprechend aus: geschmackvoll, aber nicht einschüchternd, jugendlich, aber solide. Als im Gespräch der Hinweis aufkommt, dass nicht westdeutsche, sondern geringere Osttarife gezahlt würden, erwidert Postel mit gespielter Kränkung: „So bescheiden bin ich nun auch wieder nicht, dass man glauben darf, mich mit Geld abspeisen zu dürfen.“ Knapp über 10.000 Mark Monatsgehalt werden 1995 jedoch weder in West- noch in Ostdeutschland zu wenig zum Überleben gewesen sein.

Bis hierher ist es die übliche Hochstapler-Geschichte, bei der man sich auf die Schenkel schlägt und halb bewundernd, halb ungläubig ausruft: Dass der sich das traut! Spannender wird es allerdings nach Postels Enttarnung. Vorher ist der Hochstapler ja für den Rest der Welt kein Hochstapler. Die Bewunderung für die Verwandlung in eine andere Persönlichkeit, der zwiegespaltene Respekt dafür, dass man mit so etwas durchkommen kann, der Sensationsfaktor – all das kann ja erst nach der Enttarnung entstehen. Dass Postel eine solche Popularität erlangen konnte, liegt an dem Bereich, den er sich für seine Hochstapelei ausgesucht hat. Und umgekehrt: Die Psychiatrie ist auch besonders geeignet, um in ihr als Hochstapler zu wirken.

PSYCHIATRISCHE SPRACHE – EIN BAUKASTEN

Warum sich das Psychiatrische und das Psychotherapeutische für den gewieften Betrüger besonders eignen, hat Postel häufig erklärt. Er sagt, Zuhören habe genügt, ab und zu auch Nachschlagen in einschlägigen Handbüchern. Die Aneignung der in der Psychiatrie verwendeten Sprache spielte nach seiner Aussage die Schlüsselrolle bei seinem Coup. Die Sprache der Psychiatrie, so Postel, funktioniere wie ein Baukasten, dessen Teile man beliebig und immer wieder verschieden zusammensetzen kann. Seine (erfundene) Promotion trug den Titel „Kognitiv induzierte Verzerrungen in der stereotypen Urteilsbildung“ (ein Cluster weitgehend inhaltsleerer Begriffe), seinen Antrittsvortrag hielt er über die „Pseudologia phantastica am literarischen Beispiel des Felix Krull im gleichnamigen Roman von Thomas Mann“ (ziemlich frech, einen der bekanntesten Hochstapler der Literaturgeschichte hier einzuschmuggeln). Auch als er bei einer Fortbildung vor 180 Psychiater:innen die „bipolare Depression dritten Grades“ erfand, wunderte das offenbar niemanden. Er habe sich während seiner Zeit an der Klinik als „Hochstapler unter Hochstaplern“ gefühlt.

Und jetzt wird’s spannend. Denn aus dem Hochstapler, der wohl vor allem aus finanziellen Gründen falsche Tatsachen vorgespiegelt hat (wenn das auch nur meine persönliche Vermutung ist), wird nach seiner Enttarnung eine Galionsfigur der psychiatriekritischen Szene.

Postel mit seinen Erfahrungen, die er ein paar Jahre später in einem Buch mit dem (wirklich lustigen) Titel Doktorspiele beschrieben hat, fiel der wachsenden Gruppe von Psychiatrieopfern und -kritiker:innen praktisch als Paradebeispiel in den Schoß: Hatten sie nicht immer behauptet, die Vertreter:innen der psychiatrischen Lehre seien Scharlatane, die mit gelehrt klingendem Wortgewölk vernebeln, wie unwissenschaftlich ihre Zunft ist? In jedem anderen Beruf hätte Postel sich nicht so ungehindert behaupten können, denn, so Literaturkritiker Burkhard Müller: „[Alle] diese Leute müssen konkret etwas können, um ihrem Beruf zu genügen. Die Psychiatrie beglaubigt sich hinlänglich in einem gewissen Auftreten und einem bestimmten Jargon.“

PLÖTZLICH GALIONSFIGUR

Man kann sich vorstellen: Gert Postel genießt es, auf diese Weise im Mittelpunkt zu stehen. Die neue Aufmerksamkeit streichelt sein Ego, zweifellos hat er zur Debatte auch Interessantes beizutragen. Andererseits lenkt er – das lässt sich kaum verhehlen – auch geschickt von der Frage nach seiner eigenen Verantwortung ab. Sich im eigenen Licht sonnend weist er maliziös darauf hin, nicht ein einziges seiner Gutachten sei nach seiner Enttarnung gekippt worden. Er bleibt standhaft dabei, er habe keinen Schaden angerichtet. In dieser Konsequenz darf das gern bezweifelt werden und entstammt in seiner Selbstkritikfreiheit vielleicht einer narzisstischen Persönlichkeit, die Postels Karriere erst ermöglicht hat (übrigens ist Postel heute auf Twitter mit fast 90.000 Tweets und 18.000 Followern sehr aktiv und beschäftigte sich dort unlängst mit Narzissmus – natürlich nicht bezogen auf sich selbst).

Trotz allem: Sein Fall bleibt ein Stachel im Fleisch nicht nur der psychiatrischen Wissenschaften. Wie Postel sagt: „Wer die Dialektik beherrscht und die psychiatrische Sprache, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn dann in das Gewand des Akademischen stecken.“

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