Raffinierte musiktheatralische Canapés waren die mittlerweile selten gespielten Operetteneinakter eines gewissen Jacques Offenbach. Nicht die Qualität seiner leichtfüßigen Miniaturen, sondern die mangelnden Aufführungsorte und -gelegenheiten für dieses Format ließen seine legendären Einakter beinahe in Vergessenheit geraten. Regisseur Gregor Horres kombiniert zwei dieser Mini-Operetten Offenbachs, Nummer 66 und Die elektromagnetische Gesangsstunde, zu einer skurril-absurden menschlichen Jagd nach dem Glück.
Es ist ein begehrtes, umworbenes Gut und doch gebärdet es sich oft wie eine launische Geliebte oder ein kapriziöser Galan. Alle sind wir ihm auf der Spur und kaum meinen wir, es erhascht zu haben, entzieht es sich wieder mit schallendem Gelächter. Dann sitzt es plötzlich neben einem wie ein alter Freund, als wäre nichts gewesen, bestellt einen Drink nach dem nächsten und schaut nicht auf die Zeit. Tricks und Tipps seiner habhaft zu werden, gibt es viele. Die Rede ist vom Glück. Die Ratgeberliteratur hat es mittlerweile umzingelt, die Glücksökonomie boomt, kein Rezept bleibt unerprobt.












