DOKU-THEATER DER SPITZENKLASSE

  • 27. Februar 2019
  • |
  • Text: Philip Brunnader

Mythos VOEST - „ein schweres Werk, leicht und unterhaltsam inszeniert“

Wir können Ihnen das Dokumentartheater Mythos VOEST nur wärmstens empfehlen. Eine „ziemlich kluge Aufbereitung der (Betriebs-)Geschichte, die für die Entwicklung eines ganzen Landes steht,“ wie Laurin Lorenz von Der Standard findet. „Das Publikum der Uraufführung war begeistert,“ so Verena Leiss von der APA. „Dokus müssen nicht immer über den TV-Schirm flimmern, man kann sie auch höchst unterhaltsam auf die Theaterbühne bringen. Das haben Autorin Regine Dura und Regisseur Hans-Werner Kroesinger Freitagabend in den Linzer Kammerspielen einmal mehr bewiesen,“ heißt es in der APA weiter. „Die Premiere war ein voller Erfolg – ein schwerer Stoff wird mit gekonnter Leichtigkeit erzählt,“ findet Karin Seyringer von den Tips. Ihr Fazit: „Die Zuschauer – auch jene ohne voest-Hintergrund – erwartet gelungener, unterhaltsamer Geschichtsunterricht mit subtilem bis bissigem Humor und gelegentlichen Seitenhieben. Lacher aber auch Betroffenheit fehlen nicht.“

Angela Waidmann, Benedikt Steiner, Sebastian Hufschmidt, Gunda Schanderer, Jenny Weichert | Foto: Norbert Artner

„Gutes Doku-Theater“

Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura „beleuchten den Konzern und seine Geschichte kritisch, thematisieren scheinbar längst Vergessenes wie die Absiedlung von Bewohnern für die Errichtung des Werks, die Nazi-Anfänge und Skandale früherer Jahrzehnte. Die Inszenierung ist wie das Stahl-Werk ständig in Bewegung …,“ berichtet Jasmin Gaderer in derKronen Zeitung. Ihr Fazit: „Gutes Doku-Theater, das zum Nachdenken anregt, bei dem aber die Unterhaltung manchmal auf der Strecke bleibt.“

„Eine Doku-Zeitreise mit famosen Schauspielern“

Helmut Atteneder von den OÖNachrichten berichtet von einer „ambivalenten Zeitreise, eine, die so manchen sentimentalen Schmerz ausgelöst hat.“ „Hufschmidt im Besonderen und seine vier Kollegen auf der Bühne tragen das Stück, weil sie vielseitig sind. Einen Hackler und später den Generaldirektor glaubhaft darstellen kann nur, wer sein Geschäft wirklich versteht. …Weit über den Abend hinaus Bleibendes ist die Darstellung eines weiblichen Lehrlings von Jenny Weichert oder Hufschmidts Chanson »Du voest ma«. Beste Unterhaltung bot unter anderem das »Koks«-Lied, Skurriles der »ausgesperrte« Voest-Geist.“ Helmut Atteneders Fazit: „Doku-Theater der Spitzenklasse mit herzhaft und flexibel agierendem Ensemble. Sehenswert längst nicht nur für Voestler.“

„Alles bravourös“

„Keine Wünsche offen lässt das Ensemble. Gunda Schanderer, Angela Waidmann, Jenny Weichert, Sebastian Hufschmidt und Benedikt Steiner werken im Blaumann auf der Stahlrohr-Bühne von Rob Moonen wie es sich für echte Voestler gehört. … Es wird gesungen, getanzt, es werden hochemotionale bis staubtrockene Texte gegeben und alles bravourös,“ findet Mariella Moshammer vom Oberösterreichischen Volksblatt.

„Eine vielstimmige und authentische Dokumentation.“

Auch Laurin Lorenz von Der Standard kann Mythos VOEST nur „wärmstens empfehlen“: „Nicht der erhobene Zeigefinger schwebt bei Dura und Kroesinger über der Bühne. Mythos Voest ist ein vielstimmiges Mosaik, das überzeugt. Das Dokumentartheater wird zum vielleicht modernsten (Betriebs-)Museum der Welt. Da ist Geschichte nicht in Ausstellungskästen zementiert, sondern wird ständig neu- und umgeschrieben.“

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