ERFRISCHENDES THEATER

  • 16. April 2019
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  • Text: Philip Brunnader

„Mit jungen Leuten wie diesen hat das Theater Zukunft!“

„Daumen hoch für diesen Idomeneus auf der Studiobühne des Linzer Landestheaters!“ zeigt sich Milli Hornegger von der Kronen Zeitung sichtlich begeistert. „Das Schauspielstudio mit Studierenden der Linzer Bruckneruni hat sich Roland Schimmelpfennigs Stück angenommen und es mit Inbrunst und Kreativität auf die kleine Bühne geknallt. Begeisterter Applaus für diesen Theater-Nachwuchs!“ heißt es in Horneggers Kritik weiter.

Für Werner Rohrhofer vom OÖ Volksblatt ist es „erfrischendes Theater … dramatisch, sprachlich dicht (und) intensiv“. Sein Fazit: „Mit jungen Leuten wie diesen hat das Theater Zukunft.“

Isabella Campestrini, Florian Granzner | Foto: Petra Moser

Peter Grubmüller von den OÖNachrichten berichtet von einer „starken Premiere“. „Am Samstag stellte Regisseurin Bérénice Hebenstreit dieses Stück mit dem Schauspielstudio-Ensemble der Linzer Bruckner-Universität wie einen Glücksfall epischen Theaters auf die Promenaden-Studiobühne des Landestheaters. … 70 verdammt dichte Theaterminuten mit unzähligen Chancen, Idomeneus in jedem von uns zu entlarven. Langer Applaus,“ so Grubmüller weiter. Sein Fazit: „Eine Verführung zur Reflexion und zum Theater, eine Meisterprüfung aller Beteiligten.“

Weitere Themen

Musical Wird ein Mann erst als Frau zu einem besseren Mann?
  • 1. Dezember 2023

Wird ein Mann erst als Frau zu einem besseren Mann?

Am 10. Oktober 2022 stellte Nils Pickert seine Kolumne im Standard unter den Titel „Arbeit am besseren Mann“. Darin entwirft er die Utopie einer Welt mit „zärtlichen, freundlichen, gewaltfreien und gütigen“ Männern. Die traditionell meinungsfreudige Standard-Leserschaft (die Leserinnenschaft eher weniger) bedachte den Artikel in der Folge mit 837 Online-Kommentaren, in der Mehrheit kritisch. Der Leser mit dem Namen „DailyReader“ zum Beispiel verweist auf die seiner Meinung nach evolutionär notwendige Anlage des Mannes zu Aggression und Gewalt:

Schauspiel Verteufeltes Theater
  • 17. November 2023

Verteufeltes Theater

„Ab 381 steht die Religion mit dem Theater auf dem Kriegsfuß.“ In diesem Jahr machte nämlich Kaiser Theodosius das Christentum zur römischen Staatsreligion. Und gegen Ende des vierten Jahrhunderts, glaubt der Theaterwissenschaftler Heinz Kindermann, „waren die Theater weitgehend geschlossen und die Schriften darüber vernichtet“.

Oper Italien: Hollywood-Version
  • 10. November 2023

Italien: Hollywood-Version

Dass Oper und Film eine enge Verbindung zueinander haben, scheint außer Frage zu stehen – Handlung und Musik gehen eine Symbiose ein, dramaturgische Strukturen und Zuspitzungen, die auf der Bühne erfolgreich sind, haben auch hohe Chancen, auf der Leinwand erfolgreich zu sein.

Junges Theater Wünsche, Vorsätze und viel Arbeit
  • 27. Oktober 2023

Wünsche, Vorsätze und viel Arbeit

Silvester ist ein seltsames Ereignis: Das eine Jahr endet, das andere fängt an – und dafür gibt es eigentlich keinen anderen Grund als das Kalendersystem, auf das wir uns in der westlichen Welt geeinigt haben. Dennoch wünschen wir allen, die wir treffen, ein „gutes neues Jahr“ oder eine kreative Variation davon.

Schauspiel Er kam, sah und siegte (beinahe)
  • 13. Oktober 2023

Er kam, sah und siegte (beinahe)

Die Jahresberichte von Freedom House, einem amerikanischen Thinktank, bieten deprimierenden Lesestoff: Seit 17 Jahren ist die Zahl der liberalen Demokratien, die nach 1989 sprunghaft angestiegen war, wieder im Sinken begriffen. Meist sind es Machthaber, (und hier wird bewusst nur die männliche Form verwendet), welche die Demokratie fürchten und entsprechende Bewegungen innerhalb ihrer Bevölkerung unterdrücken und sogar Kriege gegen jene führen, die sich an ihr orientieren. Putin ist in diesem Zusammenhang derzeit sicherlich der bekannteste Aggressor.

Operette Und wer spielt den Frosch?
  • 6. Oktober 2023

Und wer spielt den Frosch?

Eigentlich war das in der Form gar nicht vorgesehen. Auf dem Besetzungszettel für die Premiere der Operette Die Fledermaus steht die Sprechrolle des Gerichtsdieners Frosch an 15. Stelle, gerade noch über jener des Kammerdieners Ivan, bevor dann die Kleinstrollen angeführt werden. Der Frosch ist im Grunde genommen eine kleine Rolle für einen Komiker, die im dritten Akt der Operette erscheint und nach dem großen Finale des zweiten Akts die neue Szenerie eröffnet.

Schauspiel Zwischen Recht und Gerechtigkeit
  • 29. September 2023

Zwischen Recht und Gerechtigkeit

Tessa Ensler ist eine junge Strafverteidigerin, deren Terminkalender stets gut gefüllt ist. Regelmäßig wird sie für Strafprozesse angefragt, in denen sexuelle Übergriffe verhandelt werden. Als Strafverteidigerin vertritt sie dabei jene Menschen, denen die Tat zur Last gelegt wird. Dank ihrer Expertise und ihrer brillanten rhetorischen Fähigkeiten gelingt es ihr immer wieder, dass die Beschuldigten den Gerichtssaal als freie Bürger verlassen.

Tanz Romeo und Julia
  • 22. September 2023

Romeo und Julia

Mit Romeo und Julia, der berühmtesten Liebesgeschichte aller Zeiten, die in den Jahren 1594 bis 1597 von William Shakespeare geschrieben worden ist, eröffnet TANZ LINZ die Saison. Die gebürtige Engländerin Caroline Finn übernimmt die Choreografie und debütiert damit in einem österreichischen Theater. Gemeinsam mit TANZ LINZ und dem Bruckner Orchester Linz, unter der Musikalischen Leitung von Marc Reibel, wird sie das berühmte Werk am 7. Oktober 2023 auf der großen Bühne des Musiktheaters zur Premiere bringen. In einem Gespräch mit Roma Janus, der Künstlerischen Leiterin der Sparte Tanz, gibt sie den ersten Einblick in ihre künstlerische Herangehensweise und ihre Inspirationen für die bevorstehende Inszenierung.

Oper Von Schüssen auf der Opernbühne
  • 15. September 2023

Von Schüssen auf der Opernbühne

Carl Maria von Webers Oper Der Freischütz zählt zu den beliebtesten Opern des Repertoires. Doch Webers vielschichtiges Werk mit seiner prägnanten und charakteristischen Musik überrascht einen immer wieder mit neuen Einblicken in das psychologisch so interessante Geflecht seiner Protagonist:innen, die hineingeworfen sind in eine Nachkriegswelt voller Unsicherheiten, Aberglauben und Ängsten, wo das Böse durch jede Ritze brechen kann.

Schauspiel Rückkehr nach Klassenkampf
  • 26. Mai 2023

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Die „Ismen“ gehen um. Nicht nur in Europa, sondern überall. Karl Marx nannte seinen einst Kommunismus. Mussolini prägte den Faschismus. Und um die Reihe der altbekannten Ideologien komplett zu machen, muss natürlich auch der Liberalismus und der Konservatismus erwähnt werden. Und allesamt kreisen bis heute um einen zentralen „Ismus“, arbeiten sich an ihm ab, bejahen ihn, verneinen ihn, aber um ihn herum kommen sie alle nicht: Der Kapitalismus; im politischen Kontext gerne auch als Neoliberalismus bezeichnet.

Schauspiel Über fallende Legenden
  • 19. Mai 2023

Über fallende Legenden

Wie magisch Schnee doch ist. Jedes Jahr aufs Neue entfaltet er seinen großen Zauber, wenn er als Staubzucker die bergige Landschaft veredelt und graue Städte mit seiner hellen, jeden Lärm schluckenden Decke überzieht. Als könnte er die Welt ein wenig besser, vielleicht sogar unschuldiger machen. So könnte es zumindest sein, hätte die Werbeprosa etwas mit der Realität zu tun.

Schauspiel Professor Schnitzler und die Erfindung des Antisemitismus
  • 12. Mai 2023

Professor Schnitzler und die Erfindung des Antisemitismus

Arthur Schnitzler nennt sein Stück Professor Bernhardi im Jahr 1912 eine Komödie. Eine Bezeichnung, die uns Heutige beinah befremdet. Warum? Worum geht es im Bernhardi: Am Anfang steht ein Krankenhausskandal: Der Direktor einer Wiener Poliklinik verweigert einem Priester den Zutritt zu einer Todkranken, weil diese sich im Fieber für geheilt hält und sich einbildet, sie werde gleich von ihrem Geliebten abgeholt. Das Auftreten des Geistlichen mit der Letzten Ölung würde sie aus diesem schönen Traum herausreißen. Der Zwischenfall wird bekannt, und es baut sich eine Welle des Protests gegen den Arzt auf.

Musical Fünftes Rad am Wagen?
  • 5. Mai 2023

Fünftes Rad am Wagen?

In diesem April feiern wir das 10-jährige Jubiläum des Linzer Musicalensembles – aber die Vorbereitungen dafür begannen schon lange vor April 2013. Anfang 2011 rief der damalige Intendant Rainer Mennicken bei Matthias Davids an. Im September 2012 (wegen einer Bauverzögerung wurde es schließlich April 2013) werde das neue Linzer Musiktheater eröffnet, das alte Landestheater bleibe bestehen, die Anzahl der zu füllenden Plätze werde also um viele hundert anwachsen. Er, Mennicken, habe da eine Idee: eine fünfte Sparte, eine Musicalsparte!

Junges Theater Historischer Kontext zu <i>Die weiße Rose</i>
  • 17. April 2023

Historischer Kontext zu Die weiße Rose

Petra Wüllenweber hat auf Grundlage von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Verhörprotokollen und Dokumenten der Zeit mit Die weiße Rose ein ebenso packendes wie zum Nachdenken anregendes Stück geschrieben. Wir möchten mit der Inszenierung euch als unser Publikum an die zeitlichen Hintergründe heranführen, gegen Faschismus sensibilisieren und ein Beispiel von Zivilcourage und Menschlichkeit anbieten. Damit ihr euch im Dschungel der historischen Begriffe besser zurechtfindet, hier ein Glossar der NS-Zeit.

(Für alle, die nicht über den QR-Code im Programmheft hergefunden haben, ist die Lektüre natürlich nicht weniger empfehlenswert!)

Junges Theater Über Vorbilder
  • 14. April 2023

Über Vorbilder

Wir hatten Die weiße Rose eigentlich schon im April 2020 zur Aufführung bringen wollen. Der Artikel, den ich damals geschrieben hatte, hat es nie in den Druck geschafft. Die Pandemie hat viele Pläne über den Haufen geworfen und nun, drei Jahre später, benötigt der Text ein Update.

Oper KINDER, SCHAFFT NEUES!
  • 25. März 2023

KINDER, SCHAFFT NEUES!

Ein Abend Mitte Februar, gleißendes Licht auf der großen Probebühne im Musiktheater. Zwölf männliche Sänger und eine Frau proben den Auftritt der Meister im ersten Akt. Nur wenige Minuten wird jene Szene dieses Mammut-Werkes des Bayreuther Meisters am Premierenabend ausmachen, heute beschäftigt sie die beeindruckende Besetzung einen ganzen Abend lang. Regisseur Paul-Georg Dittrich geht ins Detail.

Operette Unterwegs ins Glück!
  • 10. Februar 2023

Unterwegs ins Glück!

Raffinierte musiktheatralische Canapés waren die mittlerweile selten gespielten Operetteneinakter eines gewissen Jacques Offenbach. Nicht die Qualität seiner leichtfüßigen Miniaturen, sondern die mangelnden Aufführungsorte und -gelegenheiten für dieses Format ließen seine legendären Einakter beinahe in Vergessenheit geraten. Regisseur Gregor Horres kombiniert zwei dieser Mini-Operetten Offenbachs, Nummer 66 und Die elektromagnetische Gesangsstunde, zu einer skurril-absurden menschlichen Jagd nach dem Glück.

Musical Kometen und Schicksale
  • 3. Februar 2023

Kometen und Schicksale

Der Stern von Bethlehem, der den drei Weisen den Weg aus dem Morgenland zur Wiege des Jesuskinds gewiesen haben soll, ist wohl das bekannteste Himmelsphänomen, das mit einem irdischen Ereignis verknüpft gewesen sein soll. „Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen“, erklären sie laut Matthäus ihre unerwartete Ankunft in Bethlehem, einem unscheinbaren Vorort der Hauptstadt Jerusalem. Der Stern sei vor ihnen hergezogen und dann über dem „Ort, wo das Kind war“, stehengeblieben.

Oper Über die Funktionsweisen der italienischen Oper in Zeiten des Krieges
  • 13. Januar 2023

Über die Funktionsweisen der italienischen Oper in Zeiten des Krieges

Die einen halten die Oper für das Größte, was die Künste hervorgebracht haben. Die anderen sehen in diesem Genre das Lächerlichste, was im Reich der Musen je geschaffen wurde. Die Vorurteile, die die Gegner des Musiktheaters gerne ins Feld führen, wiederholen in den unterschiedlichsten Variationen Klischees wie etwa das Folgende: Oper ist, wenn sich dicke Sopranistinnen und ebensolche Tenöre durch absurde Handlungen krächzen. Der Hinweis auf die angebliche Leibesfülle der Interpret:innen ist dabei ein klarer Fall der Diskriminierungsform, die man heutzutage als Bodyshaming bezeichnet. Darunter versteht man die Herabsetzung von Mitmenschen allein aufgrund ihrer äußeren Erscheinung. Da dies mittlerweile zu Recht von vornherein als verurteilenswert gilt, muss man auf derartige Beleidigungen, die auf das Aussehen von Opernsänger:innen anspielen, nicht mehr näher eingehen.

Oper Unerhörte Opern
  • 16. Dezember 2022

Unerhörte Opern

Wenn der wortgewaltige Musikkritiker Eduard Hanslick einen jungen und unbekannten Komponisten mit Lob bedachte, dann sorgte das im Wien der Jahrhundertwende für Aufsehen. In der Neuen Freien Presse schrieb er am 28. Februar 1877 von einer „gelungenen Uraufführung der Oper Hermannsschlacht nach Kleists gleichnamigem Drama am Breslauer Opernhaus. Der junge Komponist Hans Rott stößt mit seiner einzigartigen Klangsprache das Tor zu einer neuen Musikwelt auf. Aus tönenden Klangbildern entspringen feinste Melodien, die von der immensen Kreativität des Komponisten zeugen. Die Beifallsstürme und mehr als 20 Vorhänge künden von einer großen Zukunft für den Komponisten und belohnten den Leiter Georg Brandes für seinen Mut, sein Haus einem Unbekannten zur Verfügung zu stellen, um dem musikalischen Fortschritt eine Heimstatt zu bieten.“ Hans Rott machte sich nach diesem durchschlagenden Erfolg daran, seine Oper Julius Cäsar im Auftrag der Wiener Hofoper zu verwirklichen.

Tanz Zauberhaft und zeitlos real
  • 7. Dezember 2022

Zauberhaft und zeitlos real

Tschaikowsky hielt Dornröschen für sein bestes Ballett. Bereits kurz nach der Uraufführung am 3. / 15. Jänner 1890 am Mariinski Theater in Sankt Petersburg galt Dornröschen in der Choreografie von Marius Petipa als wegweisendes Stück, auf das sich auch Sergej Diaghilew in seiner Arbeit mit den Ballets Russes berufen sollte. Seine Bearbeitung The Sleeping Princess [...]

Musical Hochstapeleien – Von Lügnern in Uniform und weißem Kittel
  • 25. November 2022

Hochstapeleien – Von Lügnern in Uniform und weißem Kittel

Bäte man den 10- oder 12-jährigen Nachwuchs, das Wort „Hochstapler“ zu definieren, so erntete man höchstwahrscheinlich folgende rasant erwiderte Antwort: „Hochstapler:innen (Papa, du bist so was von gestern, gewöhn dich endlich mal ans Gendern) sind Leute (Kunstpause), die zum Beispiel außergewöhnlich hohe Jenga-Türme bauen können, die also (triumphierend:) hoch stapeln.“

Gut, wir bereits von Arthritis und Altersflecken geplagten über … äh … 30-Jährigen wissen es natürlich besser – aus etymologischer Sicht leitet sich das stapeln im Hochstapeln auch gar nicht von dem Wort heutiger Bedeutung her.

Schauspiel Eine zeitlose Komödie
  • 18. November 2022

Eine zeitlose Komödie

Am 2. Dezember hat die Komödie Pension Schöller in der Inszenierung von Susanne Lietzow im Schauspielhaus an der Promenade Premiere. Ein Biedermann aus der Provinz kommt in die Großstadt und will endlich auch einmal etwas erleben. Der Ausgangspunkt dieses klassischen Schwankes ist die fixe Idee seines Protagonisten, einmal im Leben ein psychiatrisches Institut zu besuchen und dessen Bewohner ungestört beobachten zu dürfen – damit er, wenn er wieder in seine Heimatstadt zurückkommt, seinen Stammtischbrüdern auch einmal etwas erzählen kann. Sein Traum wird dem Provinzbourgeois aber nicht erfüllt, stattdessen führt sein Neffe ihn in eine Hotelpension und behauptet, dass es sich dabei um das gewünschte Institut und bei den Bewohnern um Patient:innen handele. Aber hier werden die Ereignisse zunehmend grotesk.

Oper Was heißt schon Mann oder Frau?
  • 4. November 2022

Was heißt schon Mann oder Frau?

Liebe Leser:innen, allein diese Anrede zeigt Ihnen, dass sich auch Ihr Theatermagazin FOYER5 schon vor längerer Zeit dazu entschieden hat, eine möglichst gendergerechte Sprache zu verwenden. Dies geschieht mit der Absicht, mit und durch die Sprache möglichst niemanden auszugrenzen: Frauen, Männer und Mitmenschen, deren Identität sich zwischen diesen beiden Polen bewegt, sollen sich gleichermaßen angesprochen [...]

Schauspiel Kein richtiges Leben im falschen.
  • 27. Oktober 2022

Kein richtiges Leben im falschen.

Mit Biedermann und die Brandstifter, seinem „Lehrstück ohne Lehre“, schuf Max Frisch 1957/1958 ein Modell, das durch Zeitlosigkeit und Allgemeingültigkeit besticht. Ob nun blind aus Feigheit, Trägheit, Dummheit oder tatenlos aus falsch verstandener Toleranz und Höflichkeit – die Biedermänner spielen durch Abducken und Wegschauen eine ebenso fatale Rolle in den Tragödien der Geschichte wie die gesellschaftlichen Brandstifter.

Junges Theater Ich packe meine Inszenierung und nehme mit…
  • 19. Oktober 2022

Ich packe meine Inszenierung und nehme mit…

Ein Theaterstück ist ein wenig wie eine Reise: man weiß irgendwann wohin (der Text) und mit wem (die Mitspielenden). Aber damit das auch ein buntes, lebendiges Abenteuer wird und nicht nur vier bis fünf Menschen auf der Bühne stehen, die den Text vorlesen, braucht es noch anderes, das von verschiedenen Menschen beigesteuert wird. Daher packen wir unseren Koffer und nehmen mit:

Schauspiel Die Cyborgs und Wir
  • 6. Oktober 2022

Die Cyborgs und Wir

Seit der Mensch denken kann, versucht er, über seine eigenen Beschränkungen hinauszugehen. Und über die Jahrhunderte und Jahrtausende hat er die erstaunlichsten Mittel und Wege gefunden, seine eigenen Unzulänglichkeiten zu kompensieren. Sei es durch den Einsatz von Feuer und Werkzeugen. Sei es durch die Entwicklung der Medizin. Sei es durch die Erfindung immer effizienterer Kommunikations- [...]

Tanz Schönheit und Rohheit
  • 5. Oktober 2022

Schönheit und Rohheit

In neuzeit, dem neuesten Stück von Johannes Wieland, ist die Zeit, die Suche nach einem Ausweg, das kontrollierende Zeitgefüge zu sabotieren, das leitende Narrativ seiner choreographischen Auseinandersetzung.

Oper Den Atem fließen lassen!
  • 20. September 2022

Den Atem fließen lassen!

Die südafrikanische Sopranistin Erica Eloff sorgt seit zwei Jahren auf der Bühne des Linzer Musiktheaters für Gänsehaut. Als Leonore, Mimì, Figaro- Gräfin oder zusammen mit Piotr Beczała beim Salzkammergut-Open-Air hinterließ die Sängerdarstellerin unvergessliche Eindrücke. In Korngolds Die tote Stadt ist sie jetzt als Marie / Marietta zu erleben.

Oper Das Interesse an fantastischer Literatur!
  • 18. Mai 2022

Das Interesse an fantastischer Literatur!

Nobelpreisträger Halldór Laxness gilt als der erste isländische Autor der Neuzeit, der Weltruhm erlangte. Sein herrlich leichter und skurriler Ideenroman Am Gletscher aus dem Jahr 1968 über eine Gesellschaft zwischen Volksglauben und Moderne hat Intendant Hermann Schneider in ein Opernlibretto überführt. Michael Obst, dem Linzer Publikum bereits durch seine Vertonungen von Solaris und Die andere [...]

Tanz GROSSE EMOTIONEN! PERFEKT INSZENIERT! FURIOS VERTANZT!
  • 2. Oktober 2020

GROSSE EMOTIONEN! PERFEKT INSZENIERT! FURIOS VERTANZT!

Mit Bilder einer Ausstellung schafft Mussorgsky einen klanggewaltigen Klavierzyklus, der in seiner Modernität und Klangfarbigkeit bereits das 20. Jahrhundert vorausahnen lässt. Tanzdirektorin Mei Hong Lin taucht zusammen mit dem Klangkomponisten und DJ RANDOMHYPE choreografisch tief in die Klangmassen des Werks ein, um mit TANZLIN.Z bekanntes Bewegungsmaterial neu zu formen und in einen anderen Kontext zu stellen.

Oper SEHENS- UND HÖRENSWERT!
  • 25. September 2020

SEHENS- UND HÖRENSWERT!

Zwei Werke, zwei Komponisten, zwei Frauenschicksale, ein Abend und die große Frage: Wie weit gehen wir für diejenigen, die wir lieben? Dieser Frage widmen sich gleichermaßen berührend wie differenziert Ludwig van Beethovens einzige Oper Fidelio und Mark-Anthony Turnages Dramatische Szene Twice Through the Heart.


Musical BRAVO PIAF!

BRAVO PIAF!

Mit einer umjubelten Premiere sind wir in die neue Spielzeit gestartet. Danke liebes Publikum für diesen unglaublich herzlichen Empfang bei der ersten Premiere seit sechs Monaten! Und auch die Presse ist voll des Lobes und von unserer Piaf begeistert!

Oper OPER ALS FLOTTE TÜR-AUF-TÜR-ZU-KOMÖDIE
  • 9. März 2020

OPER ALS FLOTTE TÜR-AUF-TÜR-ZU-KOMÖDIE

„Heiter bis komisch!“ „Amüsantes Vergnügen garantiert die komische Oper Il Matrimonio Segreto in der BlackBox des Musiktheaters. Das junge Ensemble – Mitglieder des OÖ Opernstudios – glänzte bei der Premiere mit Spielwitz, Stimme und Humor,“ zeigt sich Fred Dorfer von der Kronen Zeitung begeistert. „Die Inszenierung von Gregor Horres beflügelte die Darsteller in den Verstrickungen und heiteren Missverständnissen zu [...]

Schauspiel DIESE NORA STAMMT AUS EINER ANDEREN WELT!
  • 25. Februar 2020

DIESE NORA STAMMT AUS EINER ANDEREN WELT!

Am Samstag, 22. Februar hatte Elfriede Jelineks Drama Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte in der Inszenierung von Charlotte Sprenger seine bejubelte Premiere in den Kammerspielen. In der Titelrolle begeisterte Anna Rieser, NESTROY-Preisträgerin 2019 (Bester Nachwuchs) das Publikum. Hier können Sie die Essenzen aus den Pressestimmen nachlesen.

Schauspiel EIN DRAMATISCHES MEISTERSTÜCK
  • 13. Februar 2020

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„Viele Bravo-Rufe!“ „Glücklich ist jene Generation in ferner Zukunft, die Gotthold Ephraim Lessings Aufklärungs- und Toleranztext Nathan der Weise nicht mehr nötig haben wird. Noch sind wir weit davon entfernt, deshalb sei hier die kluge Nathan-Inszenierung von Regisseurin Katrin Plötner empfohlen!“ lautet die Empfehlung von Peter Grubmüller in den OÖNachrichten. In seiner Kritik berichtet er von einem „gescheit [...]

Oper FULMINANTE PREMIERE! LINZ IM VERDI-RAUSCH!
  • 15. Januar 2020

FULMINANTE PREMIERE! LINZ IM VERDI-RAUSCH!

Als „Verdi-Rausch“, als „Perle für das Ohr“ und als „Muss für alle Liebhaber italienischer Oper“ wurde unsere Produktion Il trovatore von der Kritik nahezu hymnisch aufgenommen. Von „Ovationen für die Sänger“ ist zu lesen, und tatsächlich sind an diesem Abend Stimmen aus dem La Fenice in Venedig, aus Paris, aus der Arena di Verona, aus Covent Garden in London und aus dem Großen Festspielhaus in Salzburg zu hören.

Schauspiel ZUM NIEDERKNIEN KOMISCH | EIN SCHAUSPIEL-KUNSTSTÜCK
  • 5. November 2019

ZUM NIEDERKNIEN KOMISCH | EIN SCHAUSPIEL-KUNSTSTÜCK

„Bernhards Ritter, Dene, Voss in der fein dosierten Regie von Stephan Suschke ist ein Schauspiel-Kunststück“ „Ohne langen Anlauf entwickelt Suschke zusammen mit Katharina Knap (Dene) und Theresa Palfi (Ritter) eine Atmosphäre, die den noch Abwesenden zum Götzen erhebt, schreibt Peter Grubmüller in den OÖNachrichten. „Behutsam greift Bernhards Witz.,“ heißt es weiter. „Nicht die Brandteigkrapfen zünden das Feuerwerk, sondern [...]

Tanz Für alle Choreograf*innen eine Versuchung.
  • 22. Oktober 2019

Für alle Choreograf*innen eine Versuchung.

Mit Le Sacre du printemps provozierte Igor Strawinsky einen der größten Skandale der Tanzgeschichte. Tanzdirektorin und Choreografin Mei Hong Lin wächst seit vielen Jahren einer eigenen Interpretation dieses Meisterwerkes entgegen. Gemeinsam mit Chefdirigent Markus Poschner und dem Bruckner Orchester Linz stellt sie sich dieser Herausforderung.

Tanz EIN GENUSS FÜR DIE SINNE
  • 28. Mai 2019

EIN GENUSS FÜR DIE SINNE

Kraftvolle Perfektion „Man konnte nur staunen bei der Uraufführung des Tanzstücks Yama von Ashley Lobo in der BlackBox des Linzer Musiktheaters,“ zeigt sich Jasmin Gaderer (Kronen Zeitung) begeistert. „So perfekt, so punktgenau saß jede Bewegung der zahlreichen Tänzer, dass man sich als Zuschauer komplett mitreißen lassen konnte von den kraftvollen, archaischen Szenen“, heißt es in der Kronen [...]

Operette FLOTT, SCHWUNGVOLL, HEFTIG BEKLATSCHT & RIESIGER JUBEL
  • 10. Dezember 2018

FLOTT, SCHWUNGVOLL, HEFTIG BEKLATSCHT & RIESIGER JUBEL

Äußerst unterhaltsam Die Premiere von Der Vogelhändler wurde heftig beklatscht und umjubelt. Das Fazit von Michael Wruss in den OÖNachrichten: „Ein Operettenklassiker mit genialer Musik im klassischen Gewand, der das Publikum restlos begeisterte.“ „Matthäus Schmidlechner macht als Adam eine ideale Figur und tollt mit spürbarem Spaß als Tiroler über die Bühne. ... Wirklich begeisternd war [...]

Musical STANDING OVATIONS FÜR DEN JÜNGSTEN MUSICAL-HIT
  • 29. November 2018

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Die Premiere von „Ein Amerikaner in Paris begeisterte in Linz“ steht auf der Titelseite der OÖNachrichten. Heftig umjubelt und unter Standing Ovations feierte der „jüngste Musical-Hit“ (Kronen Zeitung) am Sonntag seine deutschsprachige Erstaufführung. „Dieser Amerikaner fühlt sich nicht nur in Paris, sondern auch in Linz sichtlich wohl“, zieht Martin Fichter-Wöß“ Bilanz in der APA. Helmut Atteneder von [...]

Schauspiel ÜBERRAGEND, PRÄCHTIG, BRILLANT, EIN EREIGNIS
  • 8. Oktober 2018

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Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben begeisterte nicht nur das Publikum. Auch die Pressestimmen sind euphorisch und der Meinung, dass sich „Ein Erfolgslauf abzeichnet“ (Neues Volksblatt). Für Philipp Wagenhofer vom Neuen Volksblatt ist „Christian Hilger als Boanlkramer ein Ereignis“. „Es ist eine muntere, mit Pause zweidreiviertel Stunden dauernde Inszenierung, die Markus Völlenklee auf die Bühne zaubert“, so Wagenhofers Resümee.

Oper Fulminanter Auftakt und ein denkwürdiger Abend
  • 18. September 2018

Fulminanter Auftakt und ein denkwürdiger Abend

„Mit der glanzvollen Premiere von Richard Wagners Oper Tristan und Isolde startete das Linzer Musiktheater in die neue Saison. Das Zentrum des Abends war das Bruckner Orchester unter Markus Poschner.“, heißt es auf der Titelseite des Neuen Volksblatts (Paul Stepanek) , angesichts der Eröffnungspremiere im Musiktheater samt Public Viewing, das zum großen Eröffnungsfest im Park wurde.