GROSSER BEIFALL FÜR JEDERMANN (STIRBT)

Eine völlig durchgeknallte, aber überzeugende Premiere in den Kammerspielen

  • 25. September 2019
  • |
  • Text: Philip Brunnader

„Der Mut zum schrillen Tod“

„Nach Ferdinand Schmalz‘ Text jedermann (stirbt), in dem der Grazer Dramatiker das Hofmannsthal’sche Werk neu erzählt, ist ein Stück zu sehen, das man Nichtdabeigewesenen am besten mit ‚exzentrisch‘ beschreibt,“ heißt es in den OÖNachrichten (Nora Bruckmüller). „Es irritiert, fordert. Hetterle gelingt das bestens – mit Wahnsinnsaugen, dem Tick, nervös zu züngeln, torkelnd, von seinem Ego besoffen. In kleinen Gesten löst er ein, was Jedermann leisten soll, das Sterben von Beginn in sich zu tragen,“ so Nora Bruckmüller. „Herrlich passend ist sie (Anm. Angela Waidmann) wie Comic-Heldin Wonder Woman samt Riesensense gekleidet.“ Ihr Fazit: „Ein mutiges, schön irritierendes Theater…“

„Großer Beifall“

Andreas Huber vom OÖ Volksblatt berichtet von einer „gelungenen Premiere“. „Unter der Anwesenheit des Autors Ferdinand Schmalz feierte Freitagabend sein mit dem Nestroy-Autorenpreis ausgezeichnetes Theaterstück jedermann (stirbt) eine völlig durchgeknallte, aber überzeugende Premiere.“ „Herausgekommen ist ein Werk zwischen derbem Volkstheater und sprachgewaltiger Poesie, das durch die moderne Inszenierung von Katka Schroth mit viel Popkultur zu einem knallbunten Abend wurde. … Hier ist Jedermann – herausragend gespielt von Alexander Hetterle – Investmentbanker, ein Profiteur einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die auf Ausbeutung und Gewinnmaximierung basiert. … Großer Beifall!“

Auch Der Standard mag unseren Jedermann: Regisseurin Schroth hat die Figuren entschlossen von der Lehrstückpatina befreit und trumpft mit einer fantastischen Comic-Lesart auf“, schreibt Margarete Affenzeller in Der Standard. Weiter heißt es: „Sie schieben sich, Karotten leckend und laut knackend, kokett vom Bühnenrand herein und kündigen in einem der schönsten Theaterintros überhaupt das ‚alte Möhrchen‘ vom Jedermann an.“

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