Andreas Steinhöfels 1998 erschienener Roman Die Mitte der Welt lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Drückt man das Buch zehn Personen in die Hand, erhält man zehn völlig unterschiedliche Adaptionen. Worauf legt man bei der Übertragung in ein anderes Medium den Schwerpunkt? Will man eine bodenständige, alltagsnahe Coming-of-Age-Geschichte erzählen? Konzentriert man sich eher auf den Familienkonflikt oder auf die Lovestory zwischen zwei Jungs? Wie geht man mit den märchenhaften, magisch-realistischen Elementen der Vorlage um?
Ein Stoff – Viele Räume
Text: Alexandra-Yoana Alexandrova
Wie in der Kunst üblich, wird oft mit einem Stoff bzw. Thema in verschiedenen Genres gearbeitet. Die Frage ist: Gibt es eine Gattung, in der der Inhalt am besten hervorkommt – und wenn, dann durch welche Mittel?

