SEHENS- UND HÖRENSWERT!

Beethovens Freiheitsoper „Fidelio“ und Turnages sensationelles Intermezzo „Twice Through the Heart“ feierten Premiere

  • 25. September 2020
  • |
  • Text: Philip Brunnader

Zwei Werke, zwei Komponisten, zwei Frauenschicksale, ein Abend und die große Frage: Wie weit gehen wir für diejenigen, die wir lieben? Dieser Frage widmen sich gleichermaßen berührend wie differenziert Ludwig van Beethovens einzige Oper Fidelio und Mark-Anthony Turnages Dramatische Szene Twice Through the Heart.


„Extraklasse!“
„So frisch, so lebendig, so intensiv hat man dieses Werk kaum je erlebt,“ schwärmt Stefan Ender im Der Standard, der von der Fidelio-Premiere musikalisch beeindruckt war. „Musikchef Markus Poschner gelang es zusammen mit dem Bruckner Orchester Linz, Beethovens kunstvoll gedrechseltes Meisterwerk zu beseelen, mit körperlicher Sinnlichkeit zu erfüllen und den Romantiker im vermeintlichen Klassiker hör- und fühlbar zu machen.“ Den Bühnenbildner Falko Herold, hält er für einen „genialen Raumplaner“, der „Bilderwelten von einer Eindrücklichkeit“ schafft, „die man gesehen haben muss!“

„Imposantes Opern-Doppelpack!“
Fred Dorfer berichtet in der Kronen Zeitung von einer „beeindruckenden, spannungsgeladenen Aufführung. … Intendant Hermann Schneider inszenierte die beiden emotionalen Stücke mit mystischem Flair höchst eindrucksvoll, heißt es in der Kronen Zeitung weiter.“

„Sehens- und Hörenswert!“
„Mit einem Abend großer Gefühle aber auch seelischer Abgründe hat am Samstag im Musiktheater Linz die neue Opernsaison begonnen“, heißt es in den Salzburger Nachrichten, „ein mutiges Vorhaben von Intendant Hermann Schneider, der die Inszenierungen übernahm, und Opernchef Markus Poschner, prägen doch zwei gegensätzliche Frauenschicksale das Bühnengeschehen.“ Fazit: ein „sehens- und hörenswerter Saisonauftakt.“

„Gewohnt bravourös“
„Gemeinsam mit dem bestens disponierten Bruckner Orchester erweckt Markus Poschner Beethovens Musik in vielen dynamischen und agogischen Details zu tief berührendem Leben,“ findet Paul Stepanek (OÖ Volksblatt). Und „der Star des Abends ist Markus Poschner mit seinem Bruckner Orchester. Präzise und einfühlsam begleitet er die Sänger und den hervorragenden Chor,“ heißt es wiederum in der Passauer Neue Presse.

„Großartig!“
Von einem „Sensationserfolg für Katherine Lerner,“ berichtet Michael Wruss (OÖNachrichten), der Fidelio „weniger geglückt“ fand, aber von einem „sensationellen Intermezzo“ spricht – einem „Sensationserfolg nicht nur für Katherine Lerner, die am meisten beeindruckte“ und ihre Partie „darstellerisch und sängerisch blendend verkörpert.“ „Die in Südafrika geborene Sopranistin Erica Eloff überzeugte wiederum mit einer stringenten Interpretation sowohl des Regiekonzepts als auch der Musik und konnte somit das Publikum als Leonore restlos begeistern.“

Fidelio | Twice Through the Heart
Foto: Herwig Prammer

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